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Geschichte
des Spielmanns- und Fanfarenzug Waldershof
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Anlaß, um evtl. in Waldershof auch einen Spielmanns- und Fanfarenzug zu gründen, war ein Auftritt des Spielmannszuges Marktredwitz-Dörflas beim Hammerangfest 1959 in Waldershof. Bernhard Zeitler war der Hauptinitiator zur damaligen Gründung, der in Zusammenarbeit mit Erwin Halbauer, Egon Halbauer und Alfons Brunner nach monatelanger Vorbereitung am 30. Oktober 1959 die erste und eigentliche Gründungsversammlung im Gasthof "Schwan" einberief. Dem neugegründeten Verein traten spontan 17 Mitglieder bei. Bereits acht Tage später lud man zur zweiten ordentlichen Versammlung ein, die im Gasthof "Goldener Anker" stattfand, wo wiederum 11 Neuaufnahmen getätigt werden konnten. Die damalige Vorstandschaft des Hauptvereins des TSV Waldershof konnte der neugegründeten Sparte keinerlei finanzielle Unterstützung gewähren. Mittellos und nur auf den Idealismus der Mitglieder bauend, wurden von der neugewählten Vorstandschaft unter dem Vorsitz von Bernhard Zeitler für 1100 DM Instrumente gekauft, um wenigstens mit den Proben beginnen zu können. Von den Mitgliedern wurde durch Unterschrift versichert, sämtliche Schulden gemeinsam zu decken, auch wenn das Vorhaben mißlingen sollte. Durch Anzahlungen von 10 DM je Mitglied und einen monatlichen Beitrag von 2 DM zusätzlich, wurden die ersten angefallenen Raten getilgt. Bernhard Zeitler unterzeichnete den Kaufvertrag als Bürge. Bald darauf mußte ein zweiter Kaufvertrag abgeschlossen werden, der sich auf weitere 1800 DM bezifferte und wiederum von Bernhard Zeitler unterschrieben wurde. Nachdem man 4 Marschtrommeln, 12 Trommelflöten in B-Dur und 4 Landsknechttrommeln sowie 10 Fanfaren angeschafft hatte, wurde spontan mit den Proben im damaligen SPD-Heim am Hammerang begonnen. Die vorbildliche Kameradschaft innerhalb des jungen Vereins und das ausgezeichnete Verständnis zwischen Mitgliedern und der Vorstandschaft, brachte es so weit, daß der Spielmanns- und Fanfarenzug ein halbes Jahr später, am 30. April 1960, beim Zapfenstreich anläßlich des 1. Maifeiertages, zum ersten Mal an die Öffentlichkeit treten konnte. Außerdem wurden zum ersten Auftritt neue weiße Hosen angeschafft, die von jedem Mitglied aus eigener Tasche bezahlt wurden. Jede Mark, die von Freunden und Gönnern dem Spielmanns- und Fanfarenzug zugedacht wurde, floß in die Vereinskasse, wobei sich der Zug heute noch an dieser Stelle besonders bei den Geschäftsleuten herzlichst bedankt, die ihre Unterstützung, sei es bei Preisschafkopfveranstaltungen und sonstigen Anlässen, unter Beweis stellten. Die erste Vorstandschaft setzte sich aus folgenden Personen zusammen: 1. Vorstand Bernhard
Zeitler Alfons Jendrosseck erklärte sich sofort bereit, die Ausbildung der Pfeifer zu übernehmen. An dieser Stelle sei besonders erwähnt, daß es dem unermüdlichen Einsatz und der Opferbereitschaft von Alfons Jendrosseck zu verdanken gewesen ist, daß es zum ersten Auftritt überhaupt kam. Das Marschtrommeln lernte Egon Halbauer ein, während Günter Wessel und Arnold Weig die Fanfareneinübungen übernahmen. Der Spielmanns- und Fanfarenzug des TSV Waldershof war zur damaligen Zeit konkurrenzlos im Landkreis. Danach folgte 1962 die Gründung vom Spielmannszug Tirschenreuth und 1963 vom Spielmannszug Pechbrunn. An folgenden Veranstaltungen wirkte der Waldershofer Spielmanns- und Fanfarenzug mit: 1963: Spielmannszugtreffen
in Tirschenreuth 1964 übernahm Günter Wessel die Stabführung und somit die musikalische Leitung des Spielmanns- und Fanfarenzuges Waldershof. Nur seinem unermüdlichen, aufopfernden Einsatz und persönlichem Engagement ist es zu verdanken, daß der Waldershofer Spielmannszug das wurde, was er heute ist, nämlich ein aktiver Zug von jungen Leuten, der wegen seines musikalischen Könnens nicht nur im Landkreis sondern darüber hinaus immer wieder gefragt ist. Immer größer wurde die Nachfrage nach dem Spielmanns- und Fanfarenzug Waldershof, der zur musikalischen Ausschmückung zahlreicher Jubelfeste beitragen mußte. So wurden die Farben der Stadt nicht nur bei Festen im Landkreis sondern weit über die Grenzen hinaus würdig vertreten. Am 7.-9. Juni 1969 konnte aufgrund der zwischenzeitlich verwachsenen Kameradschaft das 10. Gründungsfest im Bierzelt am Hammerang unter der Schirmherrschaft von Landrat Otto Freundl, würdig gefeiert werden. Aufgrund der zielstrebigen Arbeit und als Anerkennung für den unermüdlichen Probenbesuch wurde beim Spielmanns- und Fanfarenzug der TSV Waldershof eine besondere Attraktion zuteil, nämlich der Einladung zur Teilnahme am Festzug beim "Drachenstich" in Furth i. Wald am 14. August 1971 und ein Jahr später am 15. August 1972. Dieser Auftritt hinterließ bei allen Beteiligten einen nachhaltigen Eindruck und bleibt in steter Erinnerung. Als weitere Höhepunkte in der Vereinsgeschichte sei zu erwähnen der Auftritt auf der Luisenburg beim Dekanats-Jugendtreffen 1964, der vom Bayerischen Fernsehen aufgenommen und ausgestrahlt wurde. Weiter sei nicht unerwähnt der Einmarsch in die Bayreuther Stadthalle zur Eröffnung des Schwarz-Weiß-Balles der Faschingsgesellschaft im Januar 1975 unter der Anwesenheit vom Faschingspräsidenten Dr. Klaus Siderenko von der Oberfränkischen Karnevalsgesellschaft. Die Mitwirkung an den alljährlich stattfindenden Faschingszügen in Tirschenreuth und Marktredwitz wurden zwischenzeitlich zur Selbstverständlichkeit. Auch diese Auftritte hinterlassen jeweils ein nachhaltiges Echo. An dieser Stelle sei vor allem den aktiven Spielern, die Sonntag für Sonntag in aufopferungsvoller Weise und uneigennützig durch ihre Mitwirkung den Namen der Stadt und der Spielmannszuges bei all den vielen Verpflichtungen würdig vertreten haben, zu danken. Disziplin und Kameradschaft sollten weiterhin dominierend sein. Der Spielmanns- und Fanfarenzug des TSV Waldershof hofft auch in Zukunft mit dem Zugang junger Leute, die bemüht sind, ein Instrument zu erlernen und den Namen der Stadt nach außen hin würdig zu vertreten. Möge der Idealismus
und die Kameradschaft, ohne die ein Verein nicht bestehen kann, noch
lange, lange Jahre erhalten bleiben! |
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